„Im Rollstuhl zu den Orang-Utans“ – eine außergewöhnliche Reise für die Rettung des Regenwalds

Benni ist 28 Jahre alt und lebt mit Muskeldystrophie Duchenne. Er engagiert sich für die Erhaltung des Regenwaldes und deren Bewohner, die Orang-Utans.

 

Begonnen hat alles mit einem Besuch im Zoo. Die Orang-Utans hatten es Benni angetan. Sehr lange verweilte die Familie bei diesem Gehege. Besonders der kleine Bulan fasziniert Benni. Auch über den Besuch hinaus lassen die Orang-Utans ihn nicht mehr los. Er beginnt zu recherchieren und stößt auf eine grausame Wahrheit: Die Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht. Der Mensch holzt nach und nach den Regenwald ab und nimmt ihm somit seinen Lebensraum.

 

Benni hat eine Mission:

03 Cover Kinderbuch Henry rettet den Regenwald
Coverbild „Henry rettet den Regenwald“

Er möchte ein Kinderbuch schreiben. Kinder sind unsere Zukunft und sie können zum Umdenken anregen. „Eigentlich erscheint immer zuerst das Buch und dann der Film … Bei uns war das anders herum.“ Die Idee für das Kinderbuch steht. Erste Zeichnungen werden angefertigt und Satzfragmente, bzw. Kapitel werden formuliert. Durch ein gutes Netzwerk wird jedoch der Trickfilm Bennis erstes Projekt. Nachdem die Vorpremiere an Bennis alter Schule ein voller Erfolg war wird die Kampagne ausgeweitet. Mittlerweile gibt es pädagogisch konzipierte Abläufe für die Sensibilisierung für Kinder bezüglich dieses Themas. Man sieht Benni und seinen Vater häufig an Schulen und in Jugendeinrichtungen.

Als er zu Weihnachten von seinen Eltern eine Patenschaft für den Orang-Utan „Henry“ in einem Rettungs- und Reha-Camp auf der Insel Borneo geschenkt bekommt ist klar, Henry wird Hauptprotagonist. Gemeinsam mit seinen ambulanten Helfern schreibt und illustriert er seine Geschichte. „Henry rettet den Regenwald“ erschienen am 29 Januar 2017.

 

Bennis Reisen:

 

Einige Zeit nach der Veröffentlichung entsteht für Benni der Wunsch, Henry zu besuchen. Jeder Mensch, ohne Handikap, kauft sich ein Flugticket und fliegt einfach mal nach Borneo. In Bennis Fall wird das ganze etwas komplizierter. Aufgrund von Muskeldystrophie Duchenne sitzt er im Rollstuhl. Alles will gut geplant sein, damit mit dem Transport der Hilfsmittel alles funktioniert. Mit vereinten Kräften schafft es die Familie die Reise so zu organisieren, dass es machbar ist. Gemeinsam reisen sie nach Borneo. Sie treffen viele, verschiedene Menschen und Menschenaffen. Bennis Engagement wird sehr geschätzt und man begegnet ihm mit offenen Armen.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

©Klaus Over

09 Cover Vorderseite Original 978-3-86196-760-6 cmyk
Coverbild „im Rollstuhl zu den Orang-Utans“

 

Auf dieser Reise entsteht die Idee für das 2. Buch: „Im Rollstuhl zu den Orang-Utans“. Wer dahinter einen klassischen Reisebericht erwartet liegt falsch. Es handelt größtenteils von der aktuellen, gesellschaftlichen Entwicklung in Indonesien, sowie Tier- und Umweltschutz. Auch der Klimawandel und die Folgen des Palmölanbaus sind ein großes Thema.

 

Die 2. Reise nach Borneo sollte stattfinden. Im Vorfeld jedoch erleidet Benni einen Herzstillstand. Es sah nicht gut aus, nach einer langen Zeit im Koma wacht er glücklicherweise wieder auf. Ohne Beatmung geht es jedoch nicht mehr. Die Planungsphase dauert bis heute an. Das Ganze macht das Fliegen in der Organisation ein bisschen komplizierter. Nicht nur, weil man noch 2 Ersatzgeräte im Handgepäck mitnehmen muss, nein auch weil die Geräte einen Akku verbaut haben, der nicht abgeklemmt werden kann. Man muss bedenken, wenn ein Elektrorollstuhl transportiert wird muss der Akku im Vorfeld abgeklemmt werden, damit keine Gefahr der Explosion besteht. Wenn ein Gerät jedoch im Einsatz ist lässt sich der Akku natürlich nicht deaktivieren. Also muss mit dem Medical Center der Fluggesellschaft alles ganz genau abgesprochen werden. Zum Glück hat alles auf kürzeren Urlaubsreisen schon sehr gut funktioniert.

„Wenn uns ein außenstehender sieht, schon wenn wir nur einen Ausflug vom Hotel aus machen schüttelt dieser mit dem Kopf. Wir haben ja grundsätzlich eine deutlich größere Menge an Handgepäck, schon aufgrund der Beatmung. “ Erklärt mir sein Vater. Weiter ergänzt er: „Für uns ist das normal. Für uns ist das unser Alltag und es ist unsere Situation, aus welcher wir nicht das Beste machen, sondern das was ihn erfüllt und glücklich macht.“

 

Einen besseren Schlusssatz für diesen Artikel hätte ich mir auch nicht ausdenken können. Ich finde es beeindruckend, wie ihr euch engagiert, macht unbedingt weiter so und Henry, rette den Regenwald!

 

Referenzen:

https://henry-rettet-den-regenwald.bildungsblogs.net/ (Abgerufen am 6.3.2019)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close