Der Königin Schwant ein Weihnachtsbraten

Eines Morgens, die Königin richtete ihre Krone trat ihr Küchenchef auf sie zu. „Werte Königin, was darf ich Ihnen servieren, morgen zu ihrem Weihnachtsmahl?“ „Überraschen Sie mich mal, es muss etwas Besonderes sein, ich erwarte Gäste.“ „Sehr wohl, Werte Königin.“ Sagte er und verschwand.

Nach einem langen Tag, sie hat ihre Weihnachtsansprache aufnehmen lassen um diese in den Fernsprechern an den Weihnachtstagen abspielen zu lassen kehrt sie in ihr Schloss zurück. Sie ist verwundert darüber, dass sie im Schlosshof auf den Küchenjungen trifft. Dieser trägt ein Beil mit sich und ist in eine hitzige Diskussion mit dem Stallburschen vertieft. Kurz überlegte sie sich, ob ihre Anwesenheit vonnöten sei, schließlich ist einer bewaffnet und der andere hat nicht mal eine Mistgabel in der Hand. Schließlich kehrt sie in ihre Gemächer zurück und denkt erst mal nicht weiter darüber nach.

Am nächsten Morgen, es ist der 23. Dezember, schlendert sie über den Schlosshof. Wieder sieht sie den Küchenjungen mit dem Beil in der Hand. Sie fragt sich, was es wohl damit auf sich habe, dass der Küchenchef seine Angestellten bewaffnen ließ. Die Königin beschließt den Küchenchef aufzusuchen. Sie tritt ein in die Schlossküche.

„Gestern Abend schon sah ich deinen Küchenjungen mit einem Beil über den Schlosshof laufen. Sind Sie noch ganz bei Trost? Der Junge ist keine zehn Jahre alt.“ Fährt sie den Küchenchef an. Der Küchenchef erwidert: „das hat alles seine Richtigkeit, der Küchenjunge ist damit beauftragt, ihre gewünschte Überraschung für morgen zu besorgen.“ „Wozu benötigt dieser Junge dann ein Beil? Werde ich zur Überraschung erstochen und zerschnitten?“ „Eh, wo seine Majestät! Wo kämen wir denn da hin?“ Gibt der Küchenchef empört zurück. „Dann erwarte ich sofort die Auflösung der Überraschung. Ich kann es nicht verantworten, dass ein Kind ständig mit einem Beil über meinen Schlosshof läuft.“ Verlangt sie. Gerade setzt er zur Erklärung an, erscheint der Küchenjunge mit einem weißen Federknäuel unter den Armen. Es zappelt schrecklich, es wehrt sich und es hat einen langen Hals, einen ca. 5 cm langen, orangen Schnabel und zwei Füße. „Was wird das denn, bis du Hans im Glück?“ blafft ihn der Küchenchef an. „Ich, ich hab es nicht übers Herz gebracht, er ist so schön und so lieb. Ich kann ihm nicht den Kopf abschlagen.“ Eingeschüchtert senkt der Küchenjunge den Kopf und verdrückt eine Träne. Der Küchenchef beginnt schallend zu lachen: „du hast das Vieh jetzt also lebendig vom Schlossgraben bis hier her getragen?“ Keuchend klopft er sich auf die Schenkel und krümmt sich vor Lachen.

„Du wagst es, nur einen Gedanken daran zu verschwenden, einen meiner zwölf weißen Schwäne aus meinem Schlossgraben zum Weihnachtsbraten in die Röhre schieben zu wollen! Pack deine Sachen und geh! Zwölf Schwäne stehen für zwölf Monate Glück im Jahr. Wenn du nur einen davon schlachtest geht das Glück der anderen ins Gegenteil über. Das Schloss wird für immer verdammt sein! Du bist entlassen, was stehst du noch hier rum? Geh!“ Mit Zornesröte im Gesicht jagt die Königin ihren, nicht ganz so treuen Diener vom Hof.

„Darf ich den Schwan behalten? Der ist so niedlich.“ Der Küchenjunge, sie hatte ihn komplett vergessen. „Behalten kannst du ihn nicht, du kannst aber ab sofort für ihn dienen. Kannst auch ab sofort für die anderen elf Schwäne dienen. Wenn du sie regelmäßig fütterst, mit ihnen trainierst und sie pflegst kannst du vielleicht in ein paar Monden gemeinsam mit dem Hofnarr für Unterhaltung sorgen.“ Sprach sie und verschwand.

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