#Darüberreden – lasst uns Diskriminierung sichtbar machen

Diskriminierung gibt es überall.
Diskriminierung kann jeden betreffen.
Diskriminierung ist häufig unauffällig.

Jetzt reicht’s!

Viele Menschen aus Randgruppen kennen das, aufgrund seines Aussehens oder der ethnischen Herkunft gibt es Einschränkungen in der persönlichen Freiheit. Unter dem #darüberreden wird Diskriminierung jetzt sichtbar.
Auch in meiner Historie gibt es Ereignisse, welche ich der Diskriminierung zuordnen würde. Ich beziehe mich in diesem Fall nicht nur auf die Diskriminierung meiner Person. Tatsächlich geht es um die Diskriminierung jeglicher, körperlich, eingeschränkter Personen.

Folgende Situation bestand:

ich besuchte einen sehr großen Freizeitpark in Deutschland. Ich war schon öfter dort. Meinen Rollstuhl hatte ich zum ersten Mal dabei. Wie immer freute ich mich auf die große Achterbahn mit Looping. Als gehbehinderte Person durfte ich, um die Warteschlange zu umgehen grundsätzlich zum Ausgang rein. Eigentlich eine wirklich tolle Lösung, über eine Stunde in einer Warteschleife stehen wäre in meinen fittesten Zeiten nicht möglich gewesen. Ich komme also in meinem Rollstuhl dorthin und äußere meinen Wunsch die Bahn zu nutzen. Der Mitarbeiter zeigt stumm auf ein Schild an einer Tafel. Darauf ist ein Rollstuhlfahrer durchgestrichen zu erkennen. Auch mit dem Nachweis, dass sich noch ein bisschen gehen kann verwehrt er mir den Zutritt.
Seit diesem Tag habe ich den Park nicht mehr betreten/befahren. Mir ist an den meisten Bahnen dieses Schild aufgefallen. Warum soll ich um die 50 € Eintritt bezahlen und dann nicht mal die Hälfte der Bahnen nutzen können? Die Verpflegung musste ja noch extra bezahlt werden.
Aber generell einen Rollstuhlfahrer durchzustreichen und dieses Schild auch an den langsamsten Bahnen anzubringen sehe ich als klare Diskriminierung.schild.jpg

Klar, ich verstehe auch die Seite der Sicherheit. Jedoch sollte meiner Meinung nach ein Rollstuhlfahrer selbst entscheiden können, ob es eventuell für ihn zu medizinischen Komplikationen kommen könnte. Auch sollte er selbst entscheiden können, ob es ihm zu gefährlich ist, dass er sich nicht retten könnte, wenn die Bahn plötzlich in Flammen aufgehen würde.
Ich weiß, es gibt diese offiziellen Vorschriften, ich weiß aber auch, dass es als Rollstuhlfahrer möglich ist diverse Bahnen zu verwenden das geht in anderen Freizeitparks auch und selbst wenn man eine Bahn nicht fahren darf als Rollstuhlfahrer kann man doch zumindest das durchgestrichene Schild weglassen und die Person selbst und persönlich daraufhin weisen.

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Habt ihr auch schon Erfahrung mit Diskriminierung gemacht? Dann erzählt diese unter dem #darüberreden. Gerne auch hier in den Kommentaren.

2 Kommentare zu „#Darüberreden – lasst uns Diskriminierung sichtbar machen

  1. Ein unglaublich wichtiges Thema. Oft beginnt es ja schon damit, dass es in Restaurants zwar einen barrierefreien Zugang gibt, zu den Toiletten aber Stufen führen. Eine richtig absurde Geschichte hab ich einmal in einem Cafe erlebt: Barrierefreier Zugang, sogar eine Behindertentoilette. Bloß führten zum WC nur 6 Stufen, keine Rampe, keine Alternative. Gut gemeint ist nicht gut gemacht.

    Viele Grüße,
    Manu von http://www.traumerfuellerin.de

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    1. Ja, dass es häufig ein Problem. Ich habe es auch schon gehabt, dass auf dem Behinderten Parkplatz (Bitten drauf) ein Baum gewachsen ist und das Rollstuhlzeichen quasi drumherum gemalt wurde. Somit war es ein Parkplatz und doch nicht.

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