Tipps und Tricks – Vorstellungsgespräche

Im letzten Post der Reihe Tipps und Tricks haben wir gemeinsam die Bewerbungen geordnet und zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Aber auch ein Vorstellungsgespräch will gut vorbereitet und organisiert sein. Es ist selten hilfreich, einfach mal drauflos zu reden. Man sollte vorher sich ein bisschen organisieren und wichtige Punkte festlegen, welche unbedingt zur Sprache kommen sollten. Ich möchte euch jetzt an die Hand nehmen und gemeinsam ein Vorstellungsgespräch organisieren und durchführen.

Die Vorbereitung:

Wie schon erwähnt habe ist es hilfreich, sich vorab (zumeist vor dem 1. Vorstellungsgespräch) quasi einen kleinen Fragebogen zu erstellen um keinen wichtigen Punkt zu vergessen. Folgende Punkte könnten draufstehen:
• der 1. Eindruck
• Qualifikation
• vorherige Arbeitsstellen
• Charakter (Selbstdarstellung)
• vorgestellte Jobgröße (Vollzeit/Teilzeit/Minijobber)
• Verfügbarkeit (ab wann kann die Person starten)
• weitere wichtige Informationen (zum Beispiel Allergien)

Für jeden Assistenznehmer ist das natürlich individuell, entsprechend der Erkrankung und der eigenen Fähigkeiten ist es wichtig sich die Liste individuell zu gestalten, nicht jeder Punkt Der oben aufgelisteten ist für jeden wichtig und für jede individuelle Person ist die Liste oben auch nicht vollständig. Es hilft auch, wenn man selbst damit Probleme hat sich vorzustellen, was wichtig sein könnte, eine Person des Vertrauens hinzuzuziehen und gemeinsam diese Liste zu erstellen.

Das Vorstellungsgespräch:

Ganz wichtig für mich ist der 1. Eindruck von der Person. Diesen gewinnt man eigentlich schon wenn man die Person das 1. Mal sieht. Ein Gefühl (gut oder schlecht) hat man dann schon mal. Pünktlichkeit ist für mich auch sehr wichtig. Wenn ein potentieller Assistenzgeber zum Vorstellungsgespräch 30 Minuten zu spät erscheint gibt das meinem 1. Eindruck natürlich einen bitteren Beigeschmack. Unpünktlichkeit ist etwas, dass ich gar nicht leiden kann. Was sich aber noch weniger leiden kann ist, wenn jemand unangekündigt überhaupt nicht erscheint. Diese Personen kann ich persönlich nicht einstellen, denn in der persönlichen Assistenz ist der geregelte Ablauf sehr wichtig, häufig sind die Dienstwechselzeiten auf den Tagesablauf abgestimmt. Da kann man es nicht gebrauchen, wenn eine Person regelmäßig zu spät erscheint. Klar man kann man im Stau stehen, es kann auch mal etwas familiäres sein aber ich erwarte dann zumindest eine kurze Nachricht, dass ich weiß woran ich bin.
Aber lange Rede gar kein Sinn, das Vorstellungsgespräch beginnt, ich biete der Person einen Sitzplatz an und vielleicht ein Glas Wasser. Ich bin grundsätzlich in das Gespräch mit folgender Aufgabenstellung eingestiegen: „beschreiben Sie sich und ihren Charakter in ganz genau 3 Sätzen.“. Festgestellt habe ich, dass diese Aufgabenstellung sehr viele überhaupt erst mal zum Nachdenken bringt. Anscheinend rechnet man nicht mit einer derartigen Fragestellung im Vorstellungsgespräch. Für mich geht das natürlich dann einen Einblick in die Person, in dem Problemlösungsstrategien und die persönliche Sicht auf sich selbst. Anhand dieser Fragestellung erfährt man auch viel über die Hobbys und Interessen des potentiellen Assistenzgebers. Dies bietet eine gute Überleitung (zumindest meistens) um auf weitere Gesprächsthemen zukommen. Es gibt nichts was ich mehr hasse, als stockende Gespräche. Nach und nach kann ich somit meine kleine, vorbereitete Liste abarbeiten und mir nebenbei auf einem, meine digitalen Geräte im entsprechenden Dokumentnotizen machen. Dies speichere ich als Gesprächsprotokoll mit dem Namen der entsprechenden Person ab. So kann ich meine Blankovorlage immer wieder verwenden. Natürlich geht das alles auch ganz analog, ich bin dann doch eher der digitale Typ 😉
auch wichtig ist es, dass der potentielle Assistenzgeber seine Fragen ebenso stellen kann, wie ich meine. Ich beantworte die Fragen relativ ausführlich, denn auch er/sie sollte einen Einblick in mich und meinen Charakter bekommen.

Danach:

Nach dem Vorstellungsgespräch passiert bei mir nicht mehr viel, ich speichere, wie schon erwähnt das Dokument unter einem neuen Namen ab und kümmere mich erst mal um etwas anderes. 2 bis 3 Stunden später kehre ich noch mal zum Dokument zurück und versuche das ganze zu reflektieren. Man muss sich nicht noch am selben Tag entscheiden, ob man diesen Bewerber einstellt oder nicht, man kann auch erst alle anderen Vorstellungsgespräch abwarten und sich dann für die Personen entscheiden, welche am besten für einen geeignet sind. Man sollte aber nicht zu lange warten, denn es kann sein das sich ein Bewerber auch an anderen Stellen bewirkt und dann unter Umständen vergeben ist ist man sich entschieden hat.

Wenn ihr noch mal die 1. beiden Posts dieser Reihe lesen wollt findet ihr hier den Posts zum Thema Stellenausschreibung und hier findet ihr den Posts zur Organisation der eingegangenen Bewerbungen.
Im nächsten Posts werden wir uns mit dem annehmen und ablehnen der einzelnen Bewerber beschäftigen.

1 Kommentar zu „Tipps und Tricks – Vorstellungsgespräche

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