Leistungsnachweis im persönlichen Budget – Die Pflegedokumentation

Das persönliche Budget ist eine flexible Leistung, die von vielen Menschen mit Behinderung genutzt wird, um Ihre persönliche Assistenz zu finanzieren. Die ausgezahlten Gelder sind zweckgebunden. Deshalb verlangen Kostenträger Leistungsnachweise. Die Pflegedokumentation wird häufig von den Krankenkassen als Leistungsnachweis angefordert.

Was ist eine Pflegedokumentation?

Eine Pflegedokumentation ist grundsätzlich aus dem Bereich Pflege bekannt. Hier wird dokumentiert, wann ein Patient welche pflegerische Maßnahme erhalten hat. Das heißt, das einer der Pflegedokumentation nachvollzogen werden kann, ob der Patient seine Medikamente bekommen hat, sein Essen und ob er gewaschen wurde. Im Krankenhaus oder beim Pflegedienst ist eine Pflegedokumentation auch eine Orientierungshilfe nach dem Schichtwechsel. Es ist ersichtlich, welche Tätigkeiten in nächster Zeit anstehen.

Was bedeutet eine Pflegedokumentation für die persönliche Assistenz?

In der persönlichen Assistenz gibt es Assistenznehmer mit unterschiedlichen Bedarfen. Das heißt, dass es nicht nur Assistenznehmer gibt, die ihre alltäglichen Aufgaben, Pflegemaßnahmen und Haushaltsarbeiten überwachen können. Hier kann eine Pflegedokumentation für das Personal eine hilfreiche Stütze sein.

Außerdem wird eine Pflegedokumentation von manchen Kostenträgern als Leistungsnachweis angefordert. Vor allem wenn die Krankenkasse ein persönliches Budget bezahlt, ist die Pflegedokumentation notwendig, da dann meist Behandlungspflege gemacht werden muss und diese muss unbedingt dokumentiert werden.

Was muss in einer Pflegedokumentation drinstehen?

In einer Pflegedokumentation müssen alle Aufgaben der Assistentinnen und Assistenten stehen, die im weitesten Sinne etwas mit Pflege zu tun haben. Hierzu gehören zum Beispiel:

Maßnahmen der Behandlungspflege:

  • PEG-Versorgung
  • Kathetern
  • Beatmung

Maßnahmen der Grundpflege:

  • duschen
  • Essen
  • mobilisieren (in den Rollstuhl setzen)

Zusätzliches als Hilfestellung für das Personal:

  • Aufladen vorhandener Hilfsmittel
  • Reinigung von medizinischen Geräten

Wie sieht eine Pflegedokumentation aus?

Meistens ist die Pflegedokumentation eine Tabelle. Diese lässt sich sehr gut in einem Tabellenkalkulationsprogramm erstellen. Um es für die Assistenten einfacher zu machen habe ich persönlich alle Maßnahmen aufgelistet und die Assistenten kreuzen an, wann die Maßnahme durchgeführt wurde. Das heißt die Tabelle hat 25 Spalten (eine für jede Stunde und eine für die Auflistung der Maßnahmen).

Optimalerweise passt eine Pflegedokumentation auf ein A4 Blatt ins Querformat. Dies kann man durch die Einstellung der Tabellengröße und der Schriftgröße möglich machen.

Tipp: Nicht alle Maßnahmen müssen täglich durchgeführt werden. Für seltener ausgeführte Tätigkeiten bietet es sich an, eine zusätzliche Pflegedokumentation nach Intervallen anzufertigen. Hier werden auch die Tätigkeiten aufgelistet aber gemeinsam mit ihrer Intervallhäufigkeit. In den Kästchen nebenan wird dann nicht angekreuzt, sondern das Datum der Ausführung eingetragen.

Wann muss ich die Pflegedokumentation zu meinem Kostenträger senden?

Das Intervall für den Leistungsnachweis wird von Kostenträger festgelegt. Die meisten Krankenkassen fordern die Pflegedokumentation nur stichprobenartig an. Das heißt, dass es sein kann, dass der Kostenträger 3 Jahre lang nichts von dem Pflegedokumentation sehen möchte und dann plötzlich die letzten 3 Monate der Pflegedokumentation anfordert. Genaue Informationen hat jeder Assistenznehmer in seiner Zielvereinbarung. Die dort vereinbarten Nachweiserbringungsinstrumente müssen genutzt werden.


Zusammenfassend ist eine Pflegedokumentation ein Stück Papier, auf welchem ersichtlich ist, dass medizinische Maßnahmen durchgeführt wurden. Sie wird als Nachweis von der Krankenkasse häufig verlangt. Wann sie eingereicht werden muss, bestimmt die Krankenkasse.

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