Und da wagte es eine Behinderte in ein anderes Bundesland umzuziehen – der ganz normale Behördenwahnsinn

Schon einmal hatten wir das Thema, ich, als Schwerbehinderte wagte es das Bundesland zu verlassen. Aktuell bin ich scheinbar zuständigkeitslos. Verwirrende Regelungen, wie die verbleibende Zuständigkeit bei Sozialleistungen wie der Eingliederungshilfe machen das Ganze nicht einfacher.

Aber, was ist denn eigentlich los?

Als Schwerbehinderte mit dem Merkzeichen AG im Schwerbehindertenausweis besitze ich schon seit ich denken kann zusätzlich die Wertmarke, um den öffentlichen Nahverkehr nutzen zu können. Diese muss regelmäßig erneuert werden.

Ende Februar ist es bei meiner Wertmarke mal wieder so weit, also muss jetzt endlich mal was passieren. Schon im Oktober hatte ich den 1. Kontakt zum Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin. Diese sind zuständig. Von diesem Amt muss die neue Wertmarke ausgestellt werden. Meine Akte lag natürlich noch bei meinem alten Landratsamt. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat sie angefordert, damit mein Fall ab sofort hier in Berlin betreut wird. Seit Ewigkeiten ist nichts passiert. Der Herr, mit dem ich damals per Mail Kontakt hatte, ist weder telefonisch noch digital für mich erreichbar. Quasi vom Erdboden verschluckt.

Damals, im Oktober gab es erst noch Fragen, inwiefern Berlin überhaupt zuständig sein könnte, denn damals bezog ich für die Schule die sogenannte Eingliederungshilfe als Sozialleistung. Im Falle dieser Leistung verbliebe nämlich die Zuständigkeit beim alten Landratsamt. Genau an dieser Frage ist der Kontakt abgebrochen, seither ist er für mich nicht mehr zu erreichen.

 

Zufällig war ich heute wegen einer anderen Angelegenheit beim Bürgeramt meines Bezirks. Schlau wie ich bin sprach ich die Sachbearbeiterin auch auf dieses Thema an. Was ich nicht wusste ist, dass diese Institutionen in keinster Weise zusammenarbeiten. Bisher, in meinem alten Landkreis war alles unter einem Dach. O. k., ich komme vom Dorf. Da scheint alles ein bisschen abgespeckter und einfacher zu sein. Wenigstens bekam ich die Telefonnummer der Information. Noch auf dem Rückweg sprach ich mit einer Mitarbeiterin. Sie hat meinen Fall verstanden, das ist sehr selten. Sie wusste auch wovon sie spricht und meinte, sie schickt direkt mal die Anträge raus. Ob meine Akte schon angekommen ist konnte sie mir nicht sagen. Eigentlich hätte ich bis 13:00 Uhr noch einmal anrufen sollen. Wie immer hat aber die Königin einen sehr straffen Terminplan. Also muss ich wohl nächste Woche vielleicht mal nach der Schule dahin gehen … Ist ja von dort aus nicht weit, wenn die BVG, dann mal mit ihrem Streik fertig ist und alle Züge wieder dort sind, wo sie hingehören. Gerade herrscht hier vor meinem Fenster totale Stille. Eigentlich soll der Streik schon vor 2 Stunden beendet sein. Bisher ganz genau eine Gleisschlange hier vorbeigefahren.

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